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TERMINE:

17 bis 20.1.2008
"In Bewegung bleiben!"
Spektrenübergreifende Perspektiventage
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

22.03.2008
"NATO- Game over"
Internationale gewaltfreie Aktion am NATO-Hauptquartier in Brüssel

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Preisausschreiben

lebenslaute - aufruf zur Aktion

G - Dur statt G8! Polyphon gegen's Bombodrom

Konzert-Aktionstage
28. Mai (Pfingstmontag) - 01. Juni 2007


im Rahmen der probeweisen Besiedlung des geplanten Bombenabwurf- und Truppenübungsplatzes bei Wittstock (80 km nördlich von Berlin).17.05.2007

Hintergrund
Nur wer Kriege führen will, muss das Bomben üben Zwischen den Brandenburger Städten Wittstock und Neuruppin, 80 km nördlich von Berlin, liegt ein 20 x 7 km gro§es Gelände, das von der Sowjetarmee 40 Jahre lang als Bombenabwurfplatz genutzt wurde.
Seit 1992 versucht die Bundeswehr, den Platz weiter zu nutzen. Ihr Ziel: ein Luft-Boden-Schiessplatz für Bundeswehr, EU und NATO-Truppen, auf dem auch das Zusammenwirken von Luftwaffe und Bodentruppen trainiert werden kann. Denn die Bundeswehr wird zu einer Interventions- und Angriffsarmee umgebaut - und zentrales Element der "modernen Kriegsführung" sind Bombenangriffe aus grosser Höhe, wie sie die Zivilbevölkerung in Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak erlebt hat.

Dieses Gelände würde mit seiner Grösse kriegsrelevante Abwürfe z.B. zielsuchender Bomben ermöglichen. Ein militärisch genutzter Heide-Platz würde zudem zum grössten "Bombodrom" auf dem europäischen Festland werden: eine weitere Stärkung des militärischen Einflusses der BRD, nicht zuletzt im Hinblick auf den angestrebten ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat.

Widerstand in der FREIen HEIDe
Dass bisher auf dem Platz keine Kriegsübungen stattfinden, ist dem anhaltenden Widerstand inner- und ausserhalb der Region zu verdanken. Aus der Region ist insbesondere die Bürgerinitiative (BI) FREIe HEIDe zu nennen, die vor 15 Jahren unter dem Motto "Nicht hier und nirgendwo" den Kampf gegen das Bombodrom aufgenommen hat. Sie hat mittlerweile über 100 Protestwanderungen durchgeführt und rund um das Bombodrom Mahnsäulen errichtet.

Die Aktionsgemeinschaft
"Freier Himmel" organisiert phantasievollen Protest in Mecklenburg-Vorpommern. Die UnternehmerInnen-Initiative ProHeide zeigte eindrucksvoll, dass Tausende von Arbeitsplätzen bei Inbetriebnahme des Platzes stark gefährdet wären.

Zahlreiche Klagen beim Verwaltungsgericht haben den Nutzungsplänen der Bundeswehr Einhalt geboten - bisher erfolgreich. Zwar ist der Platz wegen der Munitionsbelastung militärisches Sperrgebiet, aber die Bundeswehr darf ihn nicht zum üben nutzen. Das Verfahren liegt erneut beim Verwaltungsgericht Potsdam. Doch Klagen können die Pläne der Bundeswehr und der Bundesregierung aller Voraussicht nach nur verzögern.

Deshalb haben in der Kampagne "Bomben nein, wir gehen rein", die von der FREIe HEIDe-Gruppe Berlin-Neuruppin initiiert wurde, bisher über 1600 Menschen (überwiegend aus der Region) angekündigt, für den Fall der Anordnung der Inbetriebnahme des Bombenabwurfplatzes diese durch ihre Anwesenheit auf dem Platz verhindern zu wollen.

Antimilitaristische Aktionstage im Anti-G8-Zusammenhang Der 1.6. (Internationaler Tag des Kindes) ist als Antimilitaristischer Aktionstag in der FREIen HEIDe in den Anti-G8-Kalender aufgenommen worden und stellt den Auftakt der gesamten Anti-G8-Aktionen dar.

Mit aufgerufen wird hierfür von einem breiten Bündnis, zu dem u.a. die FREIe HEIDe-Gruppe Neuruppin-Berlin, die Sichelschmiede, antimilitaristische und autonome Gruppen aus Berlin, die Clownsarmee, zwei Fahrradkarawanen und zahlreiche friedenspolitische Gruppierungen gehören.

Lebenslaute
Seit 1986 leisten InstrumentalistInnen und SängerInnen musikalischen Widerstand gegen die Bedrohung und Unterdrückung von Menschen. Bei ihren Konzertblockaden und -besetzungen gehen sie in der Tradition des zivilen Ungehorsams gewaltfrei, aber dennoch bestimmt vor. Mittlerweile kann Lebenslaute auf eine 20jährige, erfolgreiche Geschichte zurückblicken

.

So führten sie ihre Musik beispielsweise schon vor den Toren von Atomfabriken, in Abschiebeflughäfen oder auf Militärübungsplätzen auf. Lebenslaute ist eine offene Gruppe - auch für die diesjährige Aktion finden sich Interessierte neu zusammen.

Musikalische Laien werden sich genauso beteiligen wie ProfimusikerInnen. Vom 28.05. bis 01.06.07 wird gemeinsam vor Ort geprobt, bevor es zur Aufführung kommt. Die Musikauswahl wird entsprechend auf das Thema Bezug nehmen.

MusikerInnen gesucht!
Damit die Lebenslaute-Konzert-Aktion ein Erfolg wird, werden noch InstrumentalistInnen, SängerInnen, Kinderbetreuung, Infrastruktur-UnterstützerInnen und auch SpenderInnen gesucht.

Organisation/Anmeldung
Bei der Anmeldung per email gebt bitte das folgende an:

  • Instrument(e)
  • Stimmlage (falls ihr auch singen möchtet)
  • Bevorzugte Unterkunft: Schlafsaal / Zelt / Privatunterkunft

Wir freuen uns auch wenn du nicht musikalisch beteiligt bist, sondern Lust hast, zu organisieren: Kreatives/Technik/Orga/Kinder/Küche, ...

Weitere Informationen per email:lebenslaute2007@riseup.net
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Aufruf hier als PDFdownloaden