RosaHeide
Bundeswehr abschaffen!!!
Rosa Heide - Rink Point 2 - 1.6.2007

SpätsommerAktion2010

Geigentöne statt Kriegsgedröhne

Antimilitaristische Aktion auf dem Kriegsübungsplatz Altmark (Sachsen-Anhalt)
Quelle: de.indymedia.org

Sommeraktion 2010 Am 5. September 2010 haben ca.200 Menchen die Grenze des Kriegsübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide (Sachsen-Anhalt) überschritten und auf einer Anhöhe mitten auf dem Gelände ein Konzert mit klassischer Musik gegeben. Mit dieser bewussten Grenzüberschreitung setzen sie musikalisch und praktisch einen Kontrapunkt gegen die tödliche Kriegspolitik der Bundesrepublik.

Sommeraktion 2010 Die Konzertaktion war eine gemeinsamme Aktion der Gruppe Lebenslaute, der Bürgerinitiative Offene Heide, sowie vom Bündnis Rosa Heide. Logistisch wurde sie von antimilitaristischen Gruppen aus Berlin, Leipzig und Halle unterstützt. Weiterhin waren Vertreter_innen der Burgerinitiativen der FREIen HEIDe anwesend. Die Bürgerinitiativen der Freien Heide hatten erfolgreich gegen die Inbetreibnahme eines Bombodrom in Kyritz-Wittstock-Ruppin gekämpft. Sommeraktion 2010 Etwa 100 Zuhörer_innen und Unterstützer_innen begleiteten gingen mit auf den Kriegsübungsplatz. Während des Konzerts wurde ein hölzernes Klangspiel des Künstlers Enrico Genz eingeweiht, Teile davon sind als Erinnerung an die Konzert-Aktion noch immer auf dem Truppenübungsplatz. Polizei und Bundeswehr hielten sich weitestgehend zurück und beobachtete die Aktion aus einiger Entfernung. Einen Tag vorher, am 04.09.10, spielte Lebenslaute um 19:00 Uhr im Webers Hof (Farsleben) unser Vorkonzert.

Was ist die Offene Heide Kriegsübungsplatz Altmark (Sachsen-Anhalt)?
Sommeraktion 2010 Auf einer Fläche von 23000ha betreibt die Bundeswehr in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg einen der größten Kriegsübungsplatze Deutschlands. Dort haben die Nazis 1935 begonnen, Kriegsmanöver zu proben. Die russische Armee hat den Übungsplatz nach 1945 weiter geführt. Obwohl in der Heide das Trinkwasserreservoir für über 600.000 Menschen ist, wurde die militärische Besetzung der Landschaft nach der Wende nicht beendet. Sommeraktion 2010 Heute erlernen in der Altmark jedes Jahr bis zu 20.000 SoldatInnen das effiziente Töten. Rheinmetall betreibt hier mit dem Gefechtsübungszentrum (GÜZ) die europaweit modernste Anlage für Bodentruppen. Das GÜZ spielt eine bedeutende Rolle in der Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Angriffsarmee. Sommeraktion 2010 Mit GPS-Sendern, Satelliten und intelligenten Waffensystemen werden in nachgebildeten afghanischen Dörfern Häuserkämpfe trainiert. Alle BundeswehrsoldatInnen, die nach Afghanistan gehen, üben zuvor auf diesem Kriegsübungsplatz.

Sommeraktion 2010 Nach dem 1997 geschlossenen Heidekompromiss zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Bundesrepublik sollte die südliche Hälfte der Colbitz-Letzlinger Heide bis 2006 in eine zivile Nutzung überführt werden. 2004 wurde diese Vereinbarung jedoch von der neuen CDU-Regierung revidiert und zugunsten einer komplett militärischen Nutzung verändert.

Sommeraktion 2010 Die Aktivistinnen kündigten an, dass derartige Aktionen zukünftig häufiger geschehen werden. "Wir wollen die Grenzen des militärischen Sperrgebiets nicht nur für einige Stunden ignorieren, sondern ermutigen alle Menschen, dies auch künftig immer wieder zu tun, um sich die Heide zurückzuholen und sie so wieder zu einem Ort der Begegnung und des Friedens zu machen". Sommeraktion 2010 Sommeraktion 2010

Lebenslaute begrüßt Erklärung über Beräumung des Truppenübungsplatz



Die Gruppe „Lebenslaute“ ist erfreut über die in der Altmarkzeitung vom 7.9.2010 zitierte Erklärung des Oberst Kropf bezüglich der Beräumung eines Areals des Truppenübungsplatzes entlang der B189. „Da eine 6 km lange Demonstrationsroute angemeldet war, können wir die Mitteilung des Herrn Oberst nur so verstehen, daß nun ein recht ausgedehntes Areal auch aus offizieller Sicht gefahrlos betreten werden kann. Das ist aus aktionstechnischer Sicht auch für die Zukunft begrüßenswert“, sagte ein Sprecher der Aktionsgruppe.

„Im Übrigen haben wir angesichts der widersprüchlichen Aussagen des Herrn Oberst (s. Artikel in der „Volksstimme Haldensleben“ vom 20.7.) den Eindruck, daß die angebliche Munitionsbelastung des Platzes nur herhalten muß, um unsere Aktion Zivilen Ungehorsams zu diskreditieren. Illegitim ist nicht das Betreten des Platzes, sondern illegitim sind die Kriege, für die hier das Morden trainiert wird. Blauäugig sind nicht diejenigen, die die Colbitz-Letzlinger Heide mit Leben erfüllen, sondern diejenigen, die die Kriegstreiber hofieren und feiern – wie für den 3. Oktober geplant.“

Lebenslaute geht davon aus, daß der Widerstand gegen den Truppenübungsplatz Altmark in den kommenden Jahren zunehmen wird. Der Bürgerinitiative „OFFENe HEIDEe“ wünschen wir weiterhin viel Mut und Kraft, damit das Militärgelände in naher Zukunft geschlossen wird.


weitere Infos:
www.lebenslaute.net
www.offeneheide.de

Vorkonzert: Geigentöne statt Kriegsgedröne

Ausschnitt aus dem Vorkonzert der Gruppe Lebenslaute,
am 4. September 2010, im Webers Hof (Farsleben)

Quelle: You Tube

Geigentöne statt Kriegsgedröhne

Ein Filmbericht von: www.graswurzel.tv
Schnitt: Marco Kühne Suse Neubronner
Kamera:Marco Kühne

Presseerklärung der Bürgerinitiative Offene Heide



- Colbitz-Letzlinger Heide / Widerstand

Zu den Veröffentlichungen von Oberst Gerd Kropf im Zusammenhang mit dem 206. Friedensweg und der Konzertaktion der Lebenslaute

Oberst Gerd Kropf geht es wie Erich Mielke: Er liebt die Bevölkerung. Wenn der Oberst keine Gewalt gegen die Bevölkerung will, dann muss er seinen Beruf wechseln. Werden nicht auf dem Truppenübungsplatz Menschen auf das Töten vorbereitet? Da ist es egal, ob es die eigene Bevölkerung ist oder eine fremde. Die geliebte Bevölkerung will ihre Heimat in Form der Heide auch ungehindert betreten und sich frei darin bewegen.

Es ist verantwortungsvoller, mit Kind und Kegel am Friedensweg teilzunehmen, als am „Tag der offenen Tür“ der Bundeswehr, wo der Krieg zum Volksfest wird. Dort macht sich der Oberst aber keine Sorgen.

Wer überprüft eigentlich die Äußerungen des Leiters des Gefechtsübungszentrums? Wer hat die Munitionsräumer im besagten Gebiet gesehen? Einmal lobt man sich wegen der Entsorgung des Platzes und es werden Scharen von Menschen über den Platz geführt, ein anderes Mal ist es kreuzgefährlich im Gebiet wegen der Altlasten. Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges. Und Krieg beginnt mit dem Üben.

So gut scheint sein rechnergestütztes Platzmanagement nun doch nicht zu sein. So hätte Oberst Kropf mitbekommen, dass das kleine Klangspiel extra für ihn und seine Leute am Ort gelassen wurde, um andere Töne als die des Krieges in die Heide zu bringen und in den Soldaten Lebenslaute zum Klingen bringen, damit sie nicht zu Mördern werden.

Im Grunde genommen ist und bleibt Oberst Kropf eine Marionette von den Leuten, die in Nadelstreifen in der Politik die Beschlüsse für die Auslandseinsätze fassen oder wie im Landtag von Sachsen-Anhalt und in den Kommunen dafür Geleitschutz geben durch Überlassung der Colbitz-Letzlinger Heide als Übungsfläche oder das Militär immer wieder hofieren. Das muss auch Lehre sein aus nunmehr schon 75 Jahren Missbrauch der Colbitz-Letzlinger Heide fürs Militär sein.

Das Bündnis Rosa Heide wird in diesem Jahr kein eigenes SommerCamp durchführen.

Statt dessen unterstützen wir die große antimilitaristische Aktion der Gruppe Lebenslaute und der Bürgerinitiative Offene Heide.

Geigentöne statt Kriegsgedröhne:

antimilitaristische Aktion der Gruppe Lebenslaute und der BI Offene Heide auf dem Truppenübungsplatz Altmark – Wir suchen UnterstützerInnen und ZuhörerInnen!

Am 5. September 2010 werden wir, die Gruppe Lebenslaute, mitten auf dem Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide ein klassisches Konzert geben. Mit dieser bewußten Grenzüberschreitung setzen wir musikalisch und praktisch einen Kontrapunkt gegen die tödliche Kriegspolitik der Bundesrepublik.

Das auf dem Truppenübungsplatz gelegene Gefechtsübungszentrum der Bundeswehr bei Magdeburg wird unter anderem vom Rüstungskonzern Rheinmetall betrieben. Es ist Schauplatz der Vorbereitung aller Auslandseinsätze der deutschen Armee.

Seit Jahren protestieren vor Ort AktivistInnen der Friedens- und der Umweltbewegung gegen Umweltzerstörung und Mordvorbereitung, die dort stattfinden.

Gemeinsam mit ihnen und im Rahmen des 206. – Friedenswegs – der BI Offene Heide werden etwa 70 MusikerInnen der Gruppe Lebenslaute sowie möglichst viele UnterstützerInnen und ZuhörerInnen in einer Aktion zivilen Ungehorsams das Truppenübungsgelände betreten und ein Konzert veranstalten.

Ähnliche Aktionen der Gruppe Lebenslaute gibt es seit längerer Zeit in jedem Jahr – nähere Informationen dazu finden sich auf der Homepage der Gruppe Lebenslaute.

Die diesjährige Aktion beginnt am So, 5.9., 11 Uhr, an der B 189, zwischen Dolle und Lüderitz (Hinweisschilder).

Bereits am Samstag, den 4. September, gibt es ein Vorkonzert in "Webers Hof" Hauptstr. 36 in Farsleben (bei Wolmirstedt).

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir am 4. und 5. September Unterstützung von aktiven Menschen fänden, die sich für unsere gemeinsamen Ziele einsetzen und an unserer Aktion teilnehmen möchten. Wir können Platz zum Zelten und ein Abendessen anbieten.

Was ihr mitbringen müsst: Alles fürs Zelten, Taschenlampen, Frühstück, Getränke und Verpflegung für den Tag. Es ist nur für ein Abendessen gesorgt!

Bahnverbindungen mit dem Rad oder Abholung für Sonntag, 5.9.: RB ab Hbf. Magdeburg Richtung Stendal bis Mahlwinkel, von dort sind es ca. 14km.

Bahnverbindung mit dem Rad für alle ZelterInnen am Samstag, 4.9.: RB ab Hbf. Magdeburg Richtung Stendal bis Wolmirstedt, von dort sind es ca. 8 km bis Colbitz.

Weitere Infos für Abholung bzw. Übernachtung gibt es unter: INFOTELEFON 0160-92619994

Gerne geben wir auch weitere Informationen auf Anfragen an lebenslaute2010@riseup.net.

Dokumente zum Download:

pdf-IconNeues Flugblatt der Gruppe Lebenslaute - Jetzt mit allen Infos
PDF-Datei, als zip, ca. 181 KB

pdf-IconFlugblatt der BI Offene Heide
PDF-Datei, als zip, ca. 185 KB

pdf-IconAnfahrtsbeschreibung
PDF-Datei, als zip, ca. 1.0 MB


Termine

  • 05. bis 08.11.2010
    Castor-Transport aus Frankreich in das Wendland
    Hier gibt es Infos dazu ...
  • Sonntag, 07.11.2010
    208. Friedensweg der BI OFFENe HEIDe
    14 Uhr in Dolle, am Denkmal
    Hier gibt es Infos dazu ...
  • Und jeden Mittwoch um 16 Uhr im Cafe Hinterhof (Neuruppin): Treffen der FreieHeideClowns.

Weblinks


weitere Links



Kontaktadresse

Rudolf-Breitscheid-Str. 38
16816 Neuruppin
Tel: 03391 3256
Fax: 03391 403291
Handy: 0171 – 2195136
Email: g8undkrieg(at)so36.net